Montag, 11. Dezember 2017

Örtliche Einsatzleitung sorgt für Sicherheit in der Elbmarsch


Längst sinken die Pegelstände der Elbe wieder und das schlimmste scheint überstanden. Das sinken des Elbehochwassers ist aber nicht gleichbedeutend mit einer Abnahme der Bedrohung durch das Hochwasser. Das Hochwasser hat die Deiche zunehmend aufgeweicht. In den Landkreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg entstehen durch die lange Standzeit des Wassers an den Deichen bereits ernsthafte Probleme. In der Elbmarsch trotzen die Deiche, wie prognostiziert, dem Wasser.

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Immer wieder tauchen jedoch, besonders im Bereich Tespe und Marschacht, Qualmwasserstellen auf. Dies ist zwar normal, beunruhigt jedoch die Bewohner, die sich in diesen Ortsteilen Sorgen um ihre Sicherheit machen. Bereits seit dem 11.06. ist deshalb am Gerätehaus Tespe eine Örtliche Einsatzleitung (ÖEL) der Feuerwehr eingerichtet worden. Hier sind 24 Stunden Fachkräfte vor Ort die auf eingehende Meldungen umgehend reagieren können. In einem Zwei-Schichtsystem halten die Brandschützer Kontakt zur ÖEL Hohnstorf und stimmt alle Maßnahmen mit dem Artlenburger Deichverband ab. Hierzu steht den Helfern ein Deichgeschworener des Artlenburger Deichverbandes als Fachberater zur Seite.
Insgesamt 19 Einsätze arbeitete die ÖEL so bis zum Wochenende in Eigenregie ab. Dazu zählen ständig diverse Qualmwasserstellen, die durch den Brandmeister vom Dienst (BVD) in genau festgelegten Intervallen rund um die Uhr auf Veränderungen kontrolliert werden. Aber auch vollgelaufene Keller und andere Hilfeleistungen arbeitete die ÖEL im gesamten Elbmarsch-Gebiet ab. Gestellt wird das benötigte Personal aus den Feuerwehren Tespe, Avendorf, Bütlingen und Marschacht. 
Hunger leiden muss jedoch keiner in den 12-Stunden Schichten. Die Versorgung durch die ÖEL Hohnstorf klappt hervorragend und auch Anwohner aus Tespe bringen immer wieder selbstgebackenen Kuchen am Gerätehaus vorbei um sich für das ehrenamtliche Engagement der Helfer zu bedanken, von denen sich ein Teil eigens für diese Hilfsaktion Urlaub genommen haben.
Schaut man einmal hinter die Kulissen der ÖEL wird klar wie akribisch die Lage an der Elbe verfolgt wird. Ständig werden Informationen über die aktuellen Pegelentwicklungen im eigenen Bereich, sowie die angrenzenden Pegel abgerufen und die neusten Beobachtungen der Kontrollfahrten notiert, dokumentiert und ausgewertet. Alle zur Verfügung stehenden Informationen sind übersichtlich auf Flipcharts, Übersichts- und Detailkarten ständig aktuell abrufbar.
Am Wochenende wird nun die Entscheidung fallen, wie lange die ÖEL in der Elbmarsch ihre Arbeit noch fortführen wird. Wird eine Arbeit über das Wochenende hinaus nötig, so werden auch die übrigen Feuerwehren der Elbmarsch, soweit verfügbar, Personal zur Verfügung stellen um weiterhin rund um die Uhr die Sicherheit am Deich sicherstellen zu können.

Text/Foto: Lutz Wreide, lw oder wr

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