Chronik

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Am 7. Juli 1936 Einsatz bei Peter Witte. Ein Blitz hatte ins Walmdach eingeschlagen. Durch schnelles Eingreifen der Wehr konnte größerer Schaden verhindert werden. Dann gab es von 1937 bis einschließlich 1942 keinen Ernstfall. Am 2. August 1943 fielen bei einem Luftangriff die Scheune von Benno Meyer, das alte Schulhaus und ein Nebenwohngebäude mit Stall von Ernst Krüger den Brandbomben zum Opfer. In dieser Nacht und dem darauffolgenden Tag hatte die Wehr schweren, anstrengenden Dienst. Das Gebäude von Emil Block musste mehrere Tage nass gehalten werden wegen Phosphor, der sich bei Sonneneinstrahlung entzündet hätte.

Der Luftangriff spielte sich während eines Gewitters ab, sonst wäre wohl noch mehr abgebrannt; der Phosphor kam durch den Regen nicht zur Wirkung. In unserer Nachbargemeinde, Obermarschacht, war es noch schlimmer. Das Wohn- und Wirtschaftsgebäude von Heinrich Meyn war von einer Luftmine getroffen. Die Scheunen von H. Meyn und W. Breitenhagen und das Wohnhaus von H. Elvers wurden vernichtet. Zu bemerken wäre noch, daß Frau Gerner im Februar 1945 einen Lehrgang an der Feuerwehr-Schule in Celle machen musste, weil eben die tatkräftigen Männer fehlten.

Über die letzten Kriegstage im April 1945 ist in unserem Protokollbuch nichts zu lesen. Ob die Wehr eingesetzt war oder nicht, bleibt offen. Es war vielleicht auch gar nicht zu verantworten, so kurz vor Toresschluß. Bei einem schweren Bombenangriff am 7. April 1945, der in erster Linie der Munitionsfabrik Krümmel galt, wurde das Gasthaus von Franz Schutt, das Wohn-und Wirtschaftsgebäude von Herbert Vick und das Wohnhaus mit Werkstatt von Schmiedemeister Franz Hilmer von Bomben getroffen. Zum Glück waren keine Menschenleben hier am Ort zu beklagen.

Schlimmer war es Mitte April in unserer Nachbargemeinde Avendorf. Nach einem Tieffliegerangriff lag der halbe Ort in Schutt und Asche und Menschenleben waren hier zu beklaqen. Die Feuerwehrkameraden Herbert Ternus, Henry Bollmeyer, Hermann Lodders, Ludwig Röhr, Karl Rick, Hermann Jürgs, Rudolf Dittmer und Richard Ment kehrten aus dem Krieg nicht wieder in ihre Heimat zurück. Im Sommer 1945, während der Besatzungszeit, brannten durch ausländische Arbeiter ab: Das Wohn- und Wirtschaftsgebäude mit Scheune von Heinrich Bissen, das Wohn- und Wirtschaftsgebäude von Martin Jürgens, das Wohnhaus von Heinrich Dittmer und die Wohnhäuser von Hedwig Elvers und Ernst Peters.

Im September 1945 konnten die Einwohner von Tespe wieder ihre Häuser beziehen. Es war überall das gleiche Bild, man zog in einen Rohbau. Ebenso schlimm hatte es unsere Feuerwehr getroffen, die gesamte Ausrüstung, bis auf den Anhänger der TS 8, und das kleine Gerätehaus waren weg. Unter schwierigen Umständen wurde die Wehr wieder zusammengerufen. Herbert Vick legte sein Amt nieder, Heinrich Tetau wurde neuer Brandmeister. Stellvertreter: Heinrich Meyn.

Im Jahre 1946 bekamen wir eine 400 l Spritze und im Jahre 1949 kam dann wieder eine 800 l Magirus-Spritze. In den Jahren von 1946 bis 1950 gab es einige Einsätze von geringer Bedeutung. Am 28. Januar 1951 wurde die Wehr zum Brand der Mühle von Fritz Schmuchler in Marschacht gerufen. Im ersten Moment gab es Schwierigkeiten, wir hatten kein Fahrzeug zum Vorspannen vor den Hänger. Kurz entschlossen spannte Walter Rick seine 500er BMW-Seitenwagenmaschine vor den Hänger und los ging es zum Brand. Zum Anhänger wäre noch zu sagen: Hartgummireifen und Holzspeichen und das auf dem Kopfsteinpflaster damals.

Im Jahre 1920 hatte es schon einmal Schwierigkeiten gegeben, weil keine Pferde zur Stelle waren. Da ging es nach Artlenburg zum Großbrand mit einem Ochsengespann. In den Jahren 1952 bis 1954 waren keine größeren Einsätze. Auf der Jahreshauptversammlung 1953 legte Brandmeister Heinrich Tetau sein Amt aus Altersgründen nieder. Neuer Brandmeister wurde Ernst Zeyn

OBM1953 1972

, Heinrich Meyn blieb sein Stellvertreter. Inzwischen hatte die Wehr einen kleinen LKW Opel-Blitz erhalten, er diente als Zug- und Mannschaftswagen. Im Jahre 1954 gab es noch einen Einsatz beim Sommerhochwasser im Juli zwischen Avendorf und Tespe, um die Einbruchsteile zu befestigen.

Die Wehr bekam durch die neue Führung großen Aufschwung. Die Mitgliederzahl stieg und die Uniformierung begann. Am 8. Februar 1955 wurde die Wehr zum Großbrand nach Bütlingen zu Friedrich Reinstorf gerufen, das große Wirtschaftsgebäude brannte ab.