Montag, 11. Dezember 2017

Chronik



1980, ein Jubiläumsjahr! Nach Wiedergründung der Freiwilligen Feuerwehr Tespe am 05.07.1930 konnte im Jahr 1980 das 50-jährige Jubiläum gefeiert werden. Seit seiner Gründung 1955 feierte auch der Spielmannszug Tespe 25jähriges und die Jugendfeuerwehr ihr 5jähriges  Bestehen. Zu den an verschiedenen Tagen vorgesehenen Veranstaltungen kamen über das Jahr hinweg aber auch 14 Brandeinsätze. Es begann im Frühjahr mit 6 Flächenbränden und dem Brand des Stallgebäudes von Karl-Albert Rehr in Avendorf, wo die FF Tespe Löschhilfe stellte. 

Am 31.03.1980 begann dann mit dem Brand des Wohnhauses Vera Zeyn in der Elbuferstraße eine Brandserie. Es folgten am 07.04.1980: Dachfirst vom Wohnhaus Pahl in der Elbuferstraße 196. Trotz immer wieder aufkommender Flammen konnte die Wehr das Strohdach  retten. 14.04.1980: Stallgebäude von Heino Wolter, Elbuferstraße 116.  18.05.1980: Wohnhaus von Rüdiger Machetzki, Elbuferstraße 142.  25.05.1980: versuchte Brandstiftung im Kuhstall von Franz Schutt, Elbuferstraße 177. Die einschlägige Presse berichtete von einem Feuerteufel in Tespe. Im Juli des gleichen Jahres wurde dann ein Haftbefehl gegen einen 21-jährigen Arbeiter aus Tespe erlassen, weil der im Verdacht stand, die Brände zwischen 1978 und 1980 gelegt zu haben. Der mutmaßliche Brandstifter wurde aufgrund vorliegender Indizien zu einem Jahr Haft ohne Bewährung verurteilt.

Am 05.01.1981 hieß es sicherlich für viele Kinder "Hurra, die Schule brennt". Nachts um 2.55 Uhr wurde die Wehr alarmiert. Einsatzort war die Grundschule Tespe. Ein Trakt dieser Schule stand in seiner ganzen Ausdehnung in Flammen. Unter Mithilfe der Wehren Marschacht und Bütlingen konnte eine Ausdehnung auf andere Teile der Schule verhindert werden.

In 1982 wurden wir am 4. April zu einem Einsatz zur Reithalle Tespe gerufen. Ein Teilabschnitt stand in Flammen. Das Feuer wurde innerhalb kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht. Des weiteren wurden Einsätze bei 3 Entstehungsbränden sowie 3 Hilfeleistungen absolviert.  Der Mitgliederbestand der FF Tespe Ende 1982:   50 Aktive,   10 Jugendfeuerwehr-Mitglieder,   15 Alters-Mitglieder, 3 Ehren-Mitglieder sowie 165 fördernde Mitglieder, insgesamt 243 Mitglieder.
Mit dem Wohnhausbrand von Kurt Hansmann, das bis auf die Grundmauern niederbrannte, begannen am 10. Januar die Aktivitäten der Feuerwehr im Jahre 1983. Das Strohdachhaus stand in hellen Flammen, starker Wind begünstigte den Funkenflug, so dass große Gefahr für die Nachbarhäuser bestand. Insgesamt mussten wir 1983 17 Mal ausrücken.

Neben Flächen- und Kleinbränden sowie 2 Einsätzen im Tesper Bootshafen wurde die Wehr am 20.06.1983 zu einem schweren Motorradunfall am Ortsausgang Tespe Richtung Avendorf gerufen. Der schwerverletzte Fahrer verstarb noch an der Unfallstelle. Am 24. September wurde die Wehr dann zum Großbrand Lüneburger Straße 34 (Eigentümer: Grete Jirmann) gerufen. Wohnhaus, Scheune und Schuppen standen in Flammen. Es war Brandstiftung durch Kinderhand. Auf der Jahreshauptversammlung am 04.03.1983 wurde Klaus-Dieter Jürgensen als neuer Jugendwart  gewählt  und  löste  den   bis  dahin  amtierenden  Jugendwart Michael Rodemann ab.

Einstimmig wurde eine Erhöhung des Beitrages für fördernde Mitglieder beschlossen. Der seit 1978 erhobene Jahresbeitrag wurde auf 20,00 DM erhöht. Im Grunde genommen hätte die im Jahre 1988 veranstaltete Katastrophenschutzübung "Blanker Hans" zutreffender "Blanker Hohn" heißen müssen. Es klappte zumindest in Tespe mit der Evakuierung nicht.

Die Jugendfeuerwehr-Kameraden, die als "Komparsen" fungierten, waren schon längst wieder zu Hause, als der damalige Jugendfeuerwehrwart Klaus-Dieter Jürgensen einen Bus der Bundeswehr ausmachte. Der suchte nach den zu Evakuierenden. Im Eiltempo wurden die Jugendlichen wieder von zu Hause abgeholt und ab ging es zur Sammelstelle. Was wäre wohl im Ernstfall abgelaufen ...?? Aber um derartige Schwachstellen herauszufinden, wird ja geübt.
Am 02.04.1988 fand das letzte Osterfeuer unserer Wehr auf dem Platz vor dem Gerätehaus statt.

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